Trotz (un-)bewussten Übersehen-Werdens! Trotz Überhört-Werdens! Trotz Vergessen-Werdens! Viele junge migrantische Menschen und BI_PoC aus und in Ostdeutschland sind laut! Sie sind stark! Sie mischen lautstark den Osten auf!
Die Ausstellung Trotz allem! Postmigrantische Jugend bewegt den Osten zeigt junges, (post-)migrantisches und BI_PoC-Engagement in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie Thüringen. Junge Vorbilder aus unterschiedlichen Communitys schaffen eigenständig Räume für Zusammenschlüsse, Empowerment und gesellschaftliche Veränderungen. Sie brechen mit Vorurteilen, alten Mustern und rassistischen Bildern. Ungeschönt erzählen sie von den Herausforderungen, die sich ihnen im Alltag, auf der Bühne, in Vereinen und in der Kommunalpolitik stellen. Ihre Geschichten machen Mut und Hoffnung. Sie zeigen, wie selbstbewusst und ausdauernd junge Migrant*innen und BI_PoC in Ostdeutschland sind.
Die Ausstellung ist im Rahmen des Projekts JUGENDSTIL* in Kooperation mit DaMOst e.V. entstanden.JUGENDSTIL* - jung.(p)ostmigrantisch.engagiert unterstützt das gesellschaftliche Engagement junger Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte in Ostdeutschland und stärkt Support-Strukturen. Denn wir sind der Überzeugung: Die Zukunft des Ostens ist postmigrantisch. Mit dem JUGENDSTIL*-Ideenfonds werden Projektideen junger BIPOC mit max. 2.000 Euro gefördert. Über die Vergabe entscheidet monatlich eine Jugendjury, die aus Expert*innen aus allen ostdeutschen Bundesländern besteht und unterschiedlichste Perspektiven vereint. In unserer Arbeit bei JUGENDSTIL* lernen wir immer mehr junge Menschen kennen, die sich in Ostdeutschland Räume erkämpfen und Orte schaffen, an denen sie sich wohlfühlen und gegenseitigen Halt geben können. Oftmals setzen sie genau da an, wo das System aussetzt: Zu wenig Unterstützung, zu wenig Gelder, zu wenig Aufmerksamkeit, viele Anfeindungen. Das hält sie und uns jedoch nicht davon ab, unsere ostdeutsche Gesellschaft mitzugestalten - und das aus eigener Kraft. Indem wir diese Kämpfe und Visionen als “ostmigrantisch” bezeichnen, bringen wir migrantische, migrantisierte und spezifisch ostdeutsche Erfahrungen zusammen. “Ostmigrantisch” ist dabei gleichsam Beschreibung und Identität und steht für ein erstarkendes Selbstbewusstsein unserer Generation, die mit Kreativität und Mut beweist: Ostdeutschland ist migrantisch, vielfältig, erfinderisch, resilient und schön.
Innerhalb dieser Ausstellung werden Erfahrungen und Diskussionen zu Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit, Gewalt und Krieg wiedergegeben.
Die Ausstellung ist bis Ende Oktober im Obergeschoss der STRAZE zu sehen. Ausstellungszeitraum: 03.07.2026-30.10.2026 (in den Sommerferien ist die Ausstellung geschlossen) Zeiten: Sonntag bis Freitag jeweils 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung (ausstellung@straze.de, +49 (0) 157 33 28 78 79)
Am Freitag, den 03.07.26 laden wir im Anschluss an die Ausstellungseröffnung zur taz panter Wahlarena mit Dennis Chiponda ein.
Informationen zu weiteren Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung folgen.