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Das Programm in der Straze

MO 30
März 26
20:00h

Mit der Faust in die Welt schlagen (STRAZEkino)

Frei nach dem gleichnamigen Roman von Lukas Rietzschel erzählt Constanze Klaue die Geschichte einer Familie, die an den Umständen und sich selbst zerbricht und ihre Söhne an die Neonazi-Szene verliert.
Drama / DE 2025 / Regie: Constanze Klaue / 110 Min. / OV / FSK12

Die Brüder Philipp (12) und Tobias (9) wachsen Anfang der 2000er in der ostdeutschen Provinz auf. Die Familie baut ein Haus. Der hagere Uwe, der auf der Baustelle hilft, ist plötzlich tot. Sein Absturz scheint das Schicksal einer ganzen Region widerzuspiegeln: zu viel Alkohol, keine Arbeit und eine DDR-Vergangenheit, von der man sich nicht befreien kann. Mit dem Einzug in das noch unfertige Haus beginnt der Zerfall der Familie. Der Vater wird arbeitslos, die Mutter versucht, die Dinge am Laufen zu halten. Mittendrin Tobi und Philipp, alleingelassen mit sich selbst. Im Gegensatz zur häuslichen und familiären Enge scheint die Landschaft grenzenlos. Endlose Wälder, gelbe Rapsfelder und das türkisblaue Wasser der Steinbrüche, in das man springen kann, um der Langeweile für einen Moment zu entkommen. In einem Leben, in dem es ansonsten wenig Lichtblicke und Vorbilder gibt, wird die Natur zum Rückzugsort. Am Ende bleiben nur noch die älteren Jungs, die Abenteuer versprechen, aber Gewalt und Fremdenhass meinen. Ihnen schließt sich Philipp an. Zum ersten Mal spürt er Sinn und Zugehörigkeit, auch wenn dafür Grenzen überschritten werden. Als in der Nähe ein Flüchtlingsheim entstehen soll, eskaliert die Situation.

Einlass: ab 19.30 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 3/5€

Der Film wird im deutschen Originalton ohne Untertitel gezeigt.

Eine Veranstaltung von STRAZEkultur im Rahmen des Greifswalder Literaturfrühlings.


Montags ist Kinotag in der STRAZE.

Das Filmplakat für "Mit der Faust in die Welt schlagen" zeigt zwei junge Männer, die eng beieinander liegen, wobei der obere Mann den unteren überragt. Die Komposition ist diagonal und erzeugt ein Gefühl von Unruhe und Intensität. Die Farbpalette ist gedämpft, mit einem dominanten Gelb für den Filmtitel, das einen starken Kontrast zum Rest des Bildes bildet und die Aufmerksamkeit auf sich zieht.  Der Titel, "Mit der Faust in die Welt schlagen", ist in einer groben, pinselartigen Schriftart geschrieben, die Aggression und Rebellion suggeriert. Die Gesichter der jungen Männer sind nicht vollständig zu sehen, was eine gewisse Anonymität und universelle Anwendbarkeit der dargestellten Emotionen ermöglicht. Ihre Körperhaltungen deuten auf eine komplexe Beziehung hin, die sowohl Nähe als auch eine gewisse Spannung beinhalten könnte.  Das Plakat vermittelt eine Atmosphäre von Jugend, Aufruhr und der Suche nach Identität. Es deutet auf eine Geschichte hin, die sich mit den Herausforderungen des Erwachsenwerdens, sozialen Konflikten und dem Kampf um einen Platz in der Welt auseinandersetzt. Die dunklen Töne und die intensive Darstellung der Charaktere lassen auf ein Drama schließen, das sich mit ernsten Themen beschäftigt. Die Nennung von "Frei nach dem Roman von Lukas Rietzschel" deutet auf eine literarische Vorlage hin, die möglicherweise die Tiefe und Komplexität der Charaktere und ihrer Umstände weiter unterstreicht. (filmposter-archiv.de)

(c) Across Nations Filmverleih GmbH

Trailer; youtube: Across Nations